Künstlerhaus Wien
OscART 2013: WIENERROITHER & KOHLBACHER
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Presse28.10.2013
Der OscART 2013 für besondere Leistungen im Bereich „Sammlung“ geht an die SAMMLUNG VERBUND
Die SAMMLUNG VERBUND wird 2004 von der VERBUND AG, Österreichs führendem Stromunternehmen und einem der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa, ins Leben gerufen. Die Sammlungsleiterin Gabriele Schor hat von Beginn an die Ausrichtung und die spezielle Fokussierung der SAMMLUNG VERBUND bestimmt. Heute befinden sich 700 Werke von 70 Künstlerinnen und Künstlern in der Sammlung.
Die Ankäufe werden gemeinsam mit einem (wechselnden) internationalen Advisory Board entschieden, derzeit mit Jessica Morgan, Kuratorin der Tate Modern, London sowie Kuratorin der Gwangju Biennale 2014 und Camille Morineau, Kuratorin des Centre Pompidou, Paris. Innerhalb weniger Jahre wurde mit einem spezifischen Konzept und kontinuierlichen Ankäufen eine dichte, spannende und stimmige Sammlung für zeitgenössische Kunst seit 1970 aufgebaut.
Die Maxime „Tiefe statt Breite“ gilt als Grundsatz der Sammlung, nach dem eher ganze Werkgruppen erworben werden, die eine tiefergehende Auseinandersetzung mit einzelnen Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen. Zwei thematische Schwerpunkte „Feministische Avantgarde“ und „Räume/Orte“ verleihen der Sammlung eine unverwechselbare Identität. Gabriele Schor erklärt: „Die beiden ‚Schwerpunkte’ sind weniger als ‚Punkte’, sondern als Fluchtlinien im Sinne von Gilles Deleuze zu verstehen, die zwei Richtungen vorgeben und die wir als Spur in der Kunst seit 1970 bis heute verfolgen.“
Die „Feministische Avantgarde“ umfasst derzeit 300 Werke von 26 Künstlerinnen, von denen einige erstmals durch die SAMMLUNG VERBUND in einem internationalen Kontext vorgestellt wurden, wie etwa in der Sammlungsausstellung DONNA – Die Feministische Avantgarde der 1970er Jahre in Rom 2010. Unter den 26 Künstlerinnen befinden sich u.a. die österreichischen Künstlerinnen Birgit Jürgenssen, Renate Bertlmann und VALIE EXPORT sowie Cindy Sherman mit ihrem Frühwerk, aber auch Francesca Woodman, Hannah Wilke, Eleanor Antin, Nil Yalter, Ketty La Rocca und Ana Mendieta. Die Künstlerinnen thematisieren ihren eigenen Körper, das Diktat der Schönheit und beschäftigen sich mit der Konstruktion von Identitäten.
Die zweite Fluchtlinie, „Räume/Orte“, stellt Querverbindungen zwischen Werkgruppen her, in denen es um räumliche Wahrnehmung geht. Vertreten sind u.a.: Fred Sandback, Gordon Matta-Clark, Bernd und Hilla Becher, Teresa Hubbard/Alexander Birchler, Janet Cardiff/George Bures Miller, Francis Alÿs, Jeff Wall, Joachim Koester oder Loan Nguyen.
Im Herbst 2007 wurde die SAMMLUNG VERBUND in der Ausstellung HELD TOGETHER WITH WATER im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es folgen u.a. Präsentationen 2008 im Istanbul Museum of Modern Art, 2010 in der Galleria nazionale d’arte moderna in Rom, 2012 im Museum der Moderne Salzburg und 2013 auf der PhotoEspaña in Madrid und 2014 im Palais des Beaux-Arts in Brüssel.
Die hauseigene „Vertikale Galerie“ in der Wiener VERBUND-Zentrale Am Hof 6A ist ein reger Ort der Begegnung zwischen Arbeitswelt und Kunst. Dort finden laufend wechselnde Ausstellungen aus den Beständen der Sammlung statt, u.a. Fred Sandback/Olafur Eliasson, 2008; Double Face, 2009, Birgit Jürgenssen, 2009/2010; Cindy Sherman. That's me - That's not me. Frühe Werke 1975-1977, 2012; open spaces | secret places, 2013. 2008 wird Yellow fog von Olafur Eliasson, eine Intervention im öffentlichen Raum installiert, die täglich bei Einbruch der Abenddämmerung an der Fassade der VERBUND-Zentrale zu erleben ist. Wissenschaftliche Publikationen wie das Sammlungsbuch HELD TOGETHER WITH WATER. Kunst aus der SAMMLUNG VERBUND (2007), die erste Birgit Jürgenssen Monografie (2009) sowie der Catalogue Raisonné Cindy Sherman. Das Frühwerk 1975-1977 (2012) und das erste deutschsprachige Buch zu Francesca Woodman (2013) sind ein wesentliches Anliegen der Sammlung, ebenso eine substantielle Kunstvermittlung.
www.verbund.com/sammlung
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28.10.2013Presse »
Wie bereits in den letzten Jahren wird der OscART auch als Edition aufgelegt, produziert in einer Auflage von 30 Stück von der online Kunstzeitung artmagazine.cc. Die Edition ist ab dem 28. Oktober 2013 zum Preis von 690,- Euro zu erwerben.