MKG
HFBK-Designpreis der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst
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Presse06.12.2013
Studio Experimentelles Design (Prof. Jesko Fezer): Podrška Za Javni Dizajn / Public Design Support Savamala, Belgrad
Im Rahmen des vom Goethe Institut initiierten Projekts „Urban Incubator: Belgrade“ wurde das Studio Jesko Fezers eingeladen, eine Idee für den Stadtteil Savamala zu entwickeln. Anknüpfend an die vorherigen Erfahrungen mit dem Angebot einer Öffentlichen Gestaltungsberatung in Hamburg-St. Pauli konzipierten die Studenten ein Vor-Ort-Büro in Form eines Gewächshauses für „Public Design Support“ in Savamala, um auch dort mit Anwohnern aktiv nach Lösungen für gestalterische Probleme zu suchen und so in einen offenen, praktischen Dialog mit der Nachbar-schaft zu treten. Während ihrer Recherchen, Rundgänge und Gespräche in dem Belgrader Stadtteil wurden die Studierenden auf eine Roma-Familie und deren improvisierte Hinterhofwohnung aufmerksam. Zum Schlafen, Essen, Kochen, Wohnen und Arbeiten fehlte es an Platz wie auch an Möbeln. In enger Abstimmung mit der Familie wurde innerhalb von drei Tagen mit einfachen Mitteln eine funktionale, flexible Wohnungseinrichtung entworfen und gebaut. Es entstand ein Set stapelbarer Stühle, ein Schlafsofa für drei Personen, ein Schreibtisch mit Aufbewahrungssystem und ein Sideboard für den Familiencomputer. | Studio Experimentelles Design sind: Burak Bedenlier, Frieder Johann Bohaumilitzky, Hanna Bruchmüller, Anna Finja Delz, Charlotte Dieckmann, Nora Marie Geißler, Anja Gerin, Fynn-Morten Heyer, Philipp-Emanuel Mauthe, Marko Mijatovic, Lisa Müller, Daniel Pietschmann, Jeppe Noerholm Rohde, Benedikt Matthias Schich, Johannes Schlüter, Rados Vujaklija, Maximilian Weydringer, Friederike Wolf
Jakob Taranowski (Prof. Glen Oliver Löw): Hängesitzmöbel
Eine Auseinandersetzung mit bekannten Modellen von an der Decke befestigten, hängenden Sitzmöbeln weckte die Frage, welche Vorzüge sich durch diese Art der Konstruktion und Anwen-dung ergeben. Der daraus resultierende Entwurf nutzt die Befestigung an der Decke auf eine neue Art und Weise. Mit Hilfe eines Seils bewegt sich der Benutzer durch eigene Muskelkraft in der Vertikalen. Im individuell gesteuerten Auf- oder Absteigen gewinnt er durch den Perspektiven-wechsel einen neuen Eindruck der Räumlichkeit, er kann alle anderen Objekte unter sich lassen und hoch oben verweilen – zwischen Rückzug und Überblick, kontemplativen Anlehnen und aktivem Ausschau halten. In jedem Fall ist die Höhe, auf der man sich bewegt, selbst gewählt.
Kathrin Zelger (Prof. Julia Lohmann): Eisblume
Ausgangspunkt für das Projekt „Eisblume“ war die Beschäftigung mit einem allgegenwärtigen Objekt, der Vase, die sich schrittweise mit dem Anspruch verband, dieses aus heutiger Perspektive neu formulieren zu wollen, ohne in eine Wiederholung des Bisherigen zu verfallen. Bei dem Entwurf fungieren in Wasser eingefrorene Zierblumen als Momentvasen. In Kälte gebunden werden die Blumen durch die Zeit gebracht oder, man könnte auch sagen, ihrer zeitlichen Bedingtheit enthoben. Je nachdem wie die Objekte präsentiert werden, versinnbildlicht die Beständig- wie (potentielle) Flüchtigkeit des Eises die Zeit. Die Änderung des Aggregatzustandes führt zur Auflösung der Vasenform und verstärkt den Eindruck von Wandel und Vergänglichkeit, dem alles Irdische unterliegt – das klassische Vanitas-Motiv: Die Schönheit einer geschnittenen Blume lässt sich für den Augenblick im Eis konservieren, ihr Sterben ist jedoch unaufhaltsam.
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* 1934 in Wien (Österreich), † 2014 in Wien (Österreich) Architekt, Theoretiker,...
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06.12.2013Presse »
Eröffnung und Preisverleihung: 5. Dez. 2013, 19 Uhr | 6. Dezember 2013 bis 5. Januar 2014