Alte Kunst und 19. Jahrhundert
Spitze. Pieter Brueghel d.J Bauernhochzeit
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Auktion21.05.2016
SKULPTUREN und KLEINPLASTIK
Die Abteilung präsentiert 88 Lots mit Arbeiten vom 13. bis zum 19. Jh. Neben großplastischen Skulpturen aus Holz werden auch kleinplastische Werke aus Elfenbein und Bronze offeriert. Schwerpunkte bilden Werke der Spätgotik (15. – 16. Jh.) aus dem deutschsprachigen, dem niederländischen und dem flämischen Raum. Zu den Höhepunkten zählen eine 113 cm große Muttergottes aus Lindenholz von Hans Strigel d. Ä. (nachweisbar in Memmingen 1432 – 1462 / Lot 1423, 50/55.000), der auch mit einer identisch bewerteten, weiteren Figur einer weiblichen Heiligen vertreten ist (Lot 1424). Bei 40/50.000 liegt eine um 1530 am Niederrhein entstandene Hl. Agnes aus Eichenholz (Lot 1455). Bedeutsam ist ebenfalls eine um 1530/1540 in Utrecht gearbeitete Hl. Maria Magdalena (Lot 1456, 20/25.000). Unter den Elfenbeinen des 14. – 18. Jh. ist insbesondere ein im 17./18. Jh. gearbeiteter „Großer Guter Hirte“ hervorzuheben. Die Figur aus Goa mit einer Gesamthöhe von 44 cm ist mit 20/25.000 bewertet (Lot 1484).
19. JAHRHUNDERT
Höhepunkt der Offerte ist ein sehr dekoratives stimmungsvolles Gemälde von Friedrich Nerly mit venezianischer Szenerie. Mit seinen Ansichten von Venedig, wo Nerly sich 1837 dauerhaft niederließ, hatte der Künstler bereits zu seinen Lebzeiten enormen Erfolg. Die „Piazzetta di San Marco bei Mondschein“ aus dem Jahr 1849 gehört zu seinem berühmtesten Bildmotiv der in silbriges Mondlicht getauchten Piazzetta, wobei es sich bei dem vorliegenden Gemälde um eine großräumige Variante handelt (Lot 1512, 280/300.000). Ein weiteres Gemälde des Künstlers zeigt den 1832 entstandenen „Winzerzug auf dem Monte Circello“, einen ca. 90 km südlich von Rom gelegenen Vorgebirge (Lot 1514, 80/100.000). Auf 80/90.000 kommt „Schulkinder im Gebirge“, ein charakteristisches Gemälde von Carl Spitzweg (Lot 1527). Der österreichische Künstler Carl Schuch war zu seinen Lebzeiten kaum bekannt, da er nur zwei Gemälde ausgestellt hatte. Erst in jüngerer Zeit hat man dank zweier Retrospektiven in Mannheim/München und Wien den europäischen Rang dieses Künstlers erkannt. Sein hier offeriertes erstaunlich modernes „Stillleben mit Blumen und Äpfeln“ aus dem Jahr 1885 ist mit 30/40.000 bewertet (Lot 1543). Wilhelm Leibls „Mädchenkopf – die sogenannte Malresl“ ist mit einer Taxe von 40/60.000 versehen (Lot 1544). Hans Thoma ist mit vier Gemälden vertreten, darunter „Mainlandschaft bei der Gerbermühle“ für 30/40.000 (Lots 1550 – 1553).
Ansichten des Golfs von Neapel mit Blick auf den Vesuv und die Insel Capri sowie des Golfs von Pozzuoli mit Blick auf Capo Miseno und die Insel Ischia wurden neben Landschafts-darstellungen aus der Umgebung von Rom zum Markenzeichen Franz Ludwig Catels und fanden reißenden Absatz bei Sammlern aus ganz Europa. In dem vorliegenden Gemälde ergänzte Catel die Küstenansicht Neapels durch zwei Fischer mit ihrem Boot sowie zwei Muschelsammler (Lot 1516, 38/40.0000).
Carl Rottmann zeigt den „Dachstein bei Gosau im Salzkammergut“. Seine Landschaftsbilder aus Italien und Griechenland haben in der Aufmerksamkeit seine zahlreichen Landschaften aus Süddeutschland und dem Alpenraum in unbegründeter Weise in den Hintergrund gedrängt. Dabei stellen sie einen ebenso wichtigen wie außerordentlich bereichernden Teil von Rottmanns Gesamtwerk dar (Lot 1507, 25/35.000). Oswald Achenbach mit drei italienischen Gemälden (Lots 1536 – 1538, bis 35.000) und Gemälde von Franz von Stuck, Hans Makart und Anselm Feuerbach runden die Offerte ab.
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21.05.2016Auktion »
Lempertz Auktion 1067 21. Mai 2016, 11 Uhr, Lempertz, Köln
Vorbesichtigung Köln 14. – 20. Mai